
Die Polaris 2026 hat sein Ende gefunden, die Cosplays sind zurück in den Schrank gewandert und die Merch-Artikel haben einen neuen Platz in den Regalen der Besucher gefunden. Mit 55.000 Besuchern hat es die Messe erneut geschafft, einen Rekord zu erreichen, eine Steigerung um knapp 5.000 zum vorherigen Jahr – eine sehr gute Leistung.
Startschuss am Freitag
Wir waren selber wieder vor Ort, um uns einen Eindruck der Messe zu machen und selbstverständlich auch unsere eigenen Nerd-Themen abzufrühstücken. Direkt bei Einlass, eine halbe Stunde vor offiziellen Beginn, haben wir die Messe über den Osteingang betreten, dicht gefolgt von einigen Streamern, die sprintend durch die Hallen gerannt sind, um die ersten Eindrücke mit ihrem Publikum zu teilen.
Für uns war dieser kurze Zeitraum eher ernüchternd, da die meisten Aussteller noch gar nicht bereit für uns gewesen sind. Die waren noch im Aufbau und somit haben wir uns damit beschäftigt, innerhalb von 30 Minuten einen groben Überblick und Plan zu gewinnen.
Meine Highlights
In diesem Jahr hat mich der Stand von Shakes and Fidget magisch angezogen. Der Aufbau als Taverne und die „Kneipenspiele“ haben mich dazu gebracht, meinen alten Account wieder aufleben zu lassen, um Münzen zu erhalten, die man gegen Minispiele einsetzen konnte. An einer Stelle wurde man im Shakes-Style gezeichnet, an anderer Stelle konnte man im Würfelspiel Preise gewinnen (ich hasse das Gambling, ich habe hier zwar auch viel gewonnen, aber Hauptpreis sollte es nicht sein 🙁 ) und zuletzt verlor ich meine Stimme beim Versuch 110 Dezibel zu schreien.
Ebenfalls hat mir die Nintendo-Ecke gefallen, wo man einige Spiele anspielen konnte. Hier war allerdings ein Wermutstropfen, dass es absolut keine Schlangen oder System gab, keine maximale Spielzeit, außer beim Tennis, so dass es unersichtlich war, wann man dran ist. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, das neue Fit-Spiel anzutesten.



Auch die Indie-Spiele waren in diesem Jahr wieder überzeugend. Jedoch sind wir weniger in Gespräche gekommen, da die Betreuer häufig untereinander gesprochen haben und uns eher ignoriert haben. Hier gab es diverse Highlights, aber ein absolutes Meisterwerk wie im vergangen Jahr gab es nicht.
In der Artist Area gab es auch dieses Jahr wieder wunderbare Künstler, die umfassbar schöne Produkte angeboten haben. Von Schmuck, über Zeichnungen und Entwürfen bis hin zu Kartenspielen war alles vertreten. Auch in den übrigen Verkaufshallen gab es neben den Lucky Bags auch immer wieder spannende Stände, die mir sehr gefallen haben. Unter anderem ein Verkaufsstand mit der größten Ghibli-Auswahl, die ich außerhalb Japans je gesehen habe.
Wegführung
Die meisten Hallen waren für uns absolut übersichtlich und recht identisch zum letzten Jahr. Hier hat man die Struktur der Hallen sehr gut für sich genutzt. Was für uns dazu geführt hat, dass wir erst beim Verlassen der Messe bemerkt haben, dass es doch wieder einen Retro-Flohmarkt gibt, allerdings die Treppe hoch.
Wie ist die Polaris im Fazit?
Die Polaris ist eine Herzensmesse und unterscheidet sich in vielen Punkten von anderen Messen. Im Grunde mischt diese Messe alle mir bekannten Messen zusammen, wirft eigene Ideen ein und schüttelt kräftig. Am Ende kommt eine Messe für Cosplayer, Spielefanatiker, Sammler, Popkulturist und Liebhaber der Nerdkultur zusammen.
Diese Messe ist mit 55.000 Besuchern nicht mehr klein, aber man hat nie das Gefühl, dass es überfüllt sei. Es sind immer gute Wege möglich, man kann sich unterhalten und findet unter den Besuchern alte Bekannte. Selbst ich habe einen alten Kollegen getroffen, der eigentlich 200km entfernt wohnt und auch eine Person, die ich aus dem Fernsehen kenne, konnte ich einfach unter den Besuchern treffen. Es ist so viel nahbarer als andere Messen und die Möglichkeiten Influencer zu treffen oder andere spannende Menschen, ist hier so viel besser.
Sofern es die Zeit zulässt, mit einem Baby, werden wir im kommenden Jahr auch wieder vor Ort sein.


