KI-generiertes Bild
Erinnert ihr euch noch daran, wie 2016 plötzlich Scharen von Jugendlichen und Erwachsenen an die frische Luft geströmt sind, vertieft in ihre Handys und erstaunlich häufig an Sehenswürdigkeiten? Es war das Jahr in dem Pokemon Go das Licht der Welt erblickt hat und mit den kleinen Taschenmonstern gelockt hat. Dieser Hype könnte nun wieder kommen, doch ganz anders als ihr es vielleicht gerade denkt…
Mit „Minecraft AR“ erhält die bekannte Sandbox-Reihe einen neuen prominenten Platz im Alltag der Spieler. Wie aus aktuellen Ankündigungen von Mojang hervorgeht, arbeitet der Entwickler an einem Augment-Reality-Ableger, der nach Prinzip „Minecraft“ mit standortbasiertem Gameplay nach dem Vorbild von „Pokémon GO“ kombiniert. Eine offizielle Bestätigung mit konkreten Details steht derzeit jedoch noch aus.
Das Prinzip
Im Zentrum des Konzepts steht die Übertragung der bekannten Spielmechaniken in die reale Welt. Spieler sollen mithilfe ihres Smartphones oder kompatibler AR-Geräte ihre Umgebung erkunden und dabei Ressourcen abbauen, Blöcke platzieren und Bauwerke errichten können. Bäume, Steine oder andere Materialien würden dabei virtuell über reale Orte gelegt und könnten direkt vor Ort genutzt werden. Besonders spannend ist die Möglichkeit sich weitere Ressourcen durch tatsächliche Arbeit zu erhalten. Dafür bietet Mojang in einem eigens dafür erstellten Shop Werkzeug zur Verfügung, damit die Spieler entsprechend Steine abbauen, Erde umgraben oder Sand sammeln können.

Ein weiterer Bestandteil des möglichen Konzepts ist der soziale Aspekt. Berichten zufolge könnten Spieler gemeinsam an Bauprojekten arbeiten, indem sie ihre Konstruktionen an realen Orten miteinander teilen. Öffentliche Plätze könnten so zu gemeinschaftlichen Bauzonen werden, in denen mehrere Spieler gleichzeitig Strukturen errichten. Auch hier gilt: Konkrete Details zur technischen Umsetzung oder zu möglichen Einschränkungen sind derzeit nicht offiziell bestätigt.
Kritik kommt von der Leiterin der Jugendkommision des deutschen Spielerats April Schertzinger, welche von einer Steigerung der Jugendgewalt ausgeht. Sie bezieht sich auf die angekündigte PVP-Version des Spiels, bei dem nach Battle Royal Stil so lange gekämpft wird bis nur noch ein Spieler übrig ist. Dieses Feature soll allerdings nur durch die eigens entwickelte AR Brille „Minecraft Glass“ nutzbar sein.
Fazit
Die Idee eines AR-Ablegers von „Minecraft“ reiht sich in eine Entwicklung ein, bei der bekannte Marken in neue technische Kontexte übertragen werden. Insbesondere gefällt uns, dass dies Jugendliche und Erwachsene wieder zu Bewegung führt, aber auch die Tatsache, dass dies natürlich nur ein Aprilscherz ist. Doch nur weil es ein Aprilscherz ist, bedeutet es nicht, dass Mojang nicht irgendwann auf die Idee kommen wird. Dann waren wir die Ersten. 🙂