Fellowship greift die beliebteste Mechanik aus World of Warcraft auf – die Dungeons. Insgesamt vier Spieler, die sich auf einen Tank, zwei Damagedealern und einem Heiler aufteilen, steigt man hinab, um in kürzester Zeit den Boss zu schlagen.

Der Aufstieg
Fellowship ist am 16. Oktober auf Steam in der Early Access gestartet, eine der heißesten Phasen, in denen man sich auf dem Markt behauptet. Passend bevor ein neues World of Warcraft Addon erscheint, konnte der Entwickler Chief Rebel einen fulminanten Start hinlegen. Bereits am 19. Oktober erreichte Fellowship seinen Peak mit über 43.000 gleichzeitigen Spielern, die sich in den Dungeons beweisen wollten.
Die Rezensionen sprachen von spannenden Mechaniken, coolen Helden und viel Flexibilität. Erste Kritik wurde jedoch ebenfalls geäußert, die langen Warteschlangen und fehlendes Endgame. Insbesondere die fehlende Warteschlange für das Endgame (Eternal) hat die Spieler zunehmend frustriert, doch trotz der eingeschränkten Auswahl an Dungeons konnte das Spiel den gesamten Monat seine Zahlen halten.
Der Abstieg
Am 26. Oktober hat Fellowship seinen letzten großen Aufschwung erfahren, wo noch einmal 42.000 Spieler zusammen durch die Lande der Dungeons gestriffen sind. Danach entwickelte sich eine deutliche Senkung der Spielerzahlen, die sich bis heute durchgezogen hat.

Mit dem aktuellen Weihnachtsevent konnte man noch einmal eine Spitze von 6.000 Spielern erreichen, die allerdings innerhalb eines Tages wieder abgeflacht ist. Hintergrund ist der fehlende Anreiz, der aktuell gegeben ist. Die Topspieler wenden sich wieder World of Warcraft zu oder suchen sich neue Spiele, da Fellowship für diese Spieler durch ist. Sobald man Eternal erreicht hat, versucht man nur noch seine Zeiten zu verbessern. Loot wird zu diesem Zeitpunkt längst kein Problem mehr sein, so dass auch dieser Anreiz verloren ist.
Für neue Spieler hingegen gibt es noch viel zu erkunden, doch die fehlenden Tutorials, mangelnde Spielerbasis im unteren Bereich und die niedrige Frusttoleranz mancher Spieler, sorgen für einen Abgang ebenjener. Als Damagedealer wartet man gut und gerne bis zu 20 Minuten bis man ein Match findet, wohin gegen Tanks relativ schnell zum Match finden.
Wie kriegt man den Karren wieder auf die Straße?
Zu aller erst muss man noch einmal betonen, dass es sich auf den Early Access und somit eher um eine Beta handelt. Das Spiel ist noch lange nicht fertig, die Entwickler sind bemüht und stellen sich regelmäßig den Fragen der Community. Zugleich hat die Embracer Group, der die Marke Fellowship gehört, einen Verkauf des Publishers Arc Games angekündigt, was auch das Spiel betrifft. Dadurch ändert sich im Prinzip nur der Publisher, welcher nun Coffee Stain sein wird.
Ebenfalls angekündigt ist ein Reset, der eigentlich bereits Ende des Jahres passieren sollte, jedoch durch die massive Entwicklungszeit auf Februar verschoben wurde. Da erwartet uns dann jede Menge neuer Inhalt und ein Start auf gleicher Stufe, so dass wir davon ausgehen können, dass die Wartezeiten deutlich reduziert werden. Vorstellbar in meinen Augen wären auch reduzierte Dungeons, in denen man ggf. weniger Spieler benötigt oder weitere Modis, die Abwechslung in das Spiel bringen.
Bis dahin können wir allerdings nicht viel erwarten, denn die Entwickler haben Weihnachtsurlaub angemeldet. Aus meiner Sicht eine spannende Entscheidung, wo gerade die Spielerzahlen und Motivation immer weiter sinken. Doch wir hoffen das Beste!
Ganz ehrlich mich hat das spoiel schon im dezember verloren. keine neuen inhalte und entwickler einfach bis februar gefühlt offline gewesen, komme da auch nicht mehr rein und habs deinstalliert. vielleicht in ein paar monaten nochmal, wenn es sich stabilisiert hat und mehr inhalt da ist