Quelle: Steam
Heute haben wir mal wieder einen Indie-Titel für euch im LootCheck, den wir selber auf der diesjährigen Gamescom anspielen durften. Wir haben das Spiel natürlich auf Herz und Nieren getesten, am Ende sogar als erste Spieler auf schwer durchgespielt.

Magic the Gathering trifft auf Pokemon. Quelle: Steam
Was spielen wir hier?
Als ich mich an die Konsole gesetzt habe dachte ich direkt an Kingdom Hearts, da wir in einer Stadt gestartet sind und auf einmal eine Tür gefunden haben, die uns in eine andere Welt, bzw. hier in einen Dungeon teleportiert hat. Ich bin fest davon ausgegangen, dass mit die Story beginnen würde und wir uns den Weg nach Hause irgendwie verdienen müssen.
Aber dann kamen die Anima, kleine Wesen, die uns als Begleiter zur Seite stehen und auch dringend benötigt werden. Denn an jeder Ecke lauern Gefahren, wie Gegner, die uns angreifen und vernichten wollen. Und an dieser Stelle hat der Entwickler versucht sich von Pokemon abzusetzen und hat ein Deckbuilding-System eingebaut. Wie ihr im oberen Bild seht, habt ihr die Möglichkeit verschiedene Karten zu nutzen, um dem Gegner Schaden zuzufügen oder eure Anima zu regenerieren.
Hier hat sich Entwickler Serial Project viele Gedanken gemacht und ein interessantes Konzept entwickelt, welches wir euch im weiteren etwas näher beleuchten.
Entwicklung der Anima

Ein Anima in der Entwicklung. Quelle: Steam
Die Anima haben ein eigenes Level-System und steigern ihre Lebenskraft, wie auch Stärke. In der kurzen Demo konnte ich hier keine großen Experimente machen, habe aber deutliche Steigerungen wahrgenommen. Links im Bild seht ihr die Weiterentwicklung des Animas, welche man im Kampf als Spezialfähigkeit einsetzen kann, um Bossgegner schneller den Gar aus zu machen.
Nach jedem erfolgreichen Kampf erhält man zudem die Möglichkeit neue Karten zu erhalten, die deine Anima dadurch auch wieder stärker werden lassen. Hier kann man durchaus kluge Kombinationen schaffen. Doch neben den neuen Karten kann unser Protagonist Milo auch bis zu acht verschiedene Anima finden, die diverse Möglichkeiten geben.
Fazit

Ich bin ehrlich zu euch: das Demo-Level konnte mich nicht wirklich überzeugen, da ich nicht wirklich verstanden habe, was das Ziel des Spiels ist. Schon vor dem Ende wollte ich den Controller zur Seite legen, aber dann habe ich mich kurz mit dem Entwickler unterhalten, der mir erzählte, dass bisher Niemand das Spiel auf schwer geschafft habe, während der Messezeit.
Eine Herausforderung für mich als Gamer wurde ausgesprochen, die ich mir dann nicht nehmen konnte. Ich habe dann die komplette Ebene geskippt, in der ich mich leveln konnte und meine Anima verbessern, um direkt zum Bosskampf zu wechseln. Und dieser Bosskampf hat mich wenig Mühe gekostet, nicht einer meiner Anima ist bewusstlos geworden, daher weiß ich auch nicht: wäre der Kampf dann verloren gewesen?
Insgesamt habe ich einfach nur die stärksten Schadenskarten gespielt und versucht meine schwachen Anima zu schützen, bzw. zu heilen. Diese Strategie ging auf, auch da die Boss-KI mein schwächstes Anima in einer ungeschützten Sekunde einfach ignoriert hat und keinen Angriff gestartet hat, obwohl mich dies in eine schwierige Lage gebracht hätte. Am Ende hatte ich keine Idee, dass ich mich entwickeln konnte, um noch stärker zu werden, aber der Entwickler wies mich darauf hin. Danach war der Kampf quasi direkt gewonnen, da der Gegner keine Chance mehr hatte.
Würde ich das Spiel kaufen? Es kommt auf den Preis an. Am Ende hat es mir irgendwie doch Spaß gemacht und an eine Mischung aus Kingdom Hearts, Pokemon und Sammelkarten erinnert, was mir alles viel Freude bereitet. Wenn ich etwas mehr vom Spiel gesehen habe, kann ich euch vermutlich auch mehr erzählen. Vielleicht sieht der Entwickler diesen Post hier und unterhält sich nochmal mit mir, bzw. stellt uns eine größere Demo, dann erfahrt ihr mehr.
Schaut gerne auf der Steamseite von Entwickler Serial Project vorbei.