Bild: Gamecity Hamburg
Auf der diesjährigen Polaris hatten wir die Möglichkeit das VR-Mystery-Adventure „The Amusement“ zu testen. Besonders für mich war dies ein Highlight, da ich wenig Berührungspunkte mit VR hatte und bisher bei klassischen Spielen mit Motion Sickness zu kämpfen hatte. Oder viel mehr: es fühlte sich seltsam an.
Curvature Games
Das Entwicklerstudio mit Sitz in Hamburg hat seinen Ursprung indirekt an der Universität Hamburg genommen, wo Prof. Dr. Eike Langbehn an seiner Doktorarbeit gearbeitet hat. Es ging darum die Grenzen der XR zu erweitern, indem man Redirected Walking in VR mit starken narrativen Erlebnissen und immersiven Welten verbindet.
Auf der Polaris durften wir Daniel Neves, Senior Programmer und Marc Barnes, Game Director, kennenlernen. Beide haben den Stand geleitet und waren sehr offen für Gespräche über das Spiel, die Entwicklung und das drumherum.
Worum geht es?
Wir befinden uns in Norddeutschland direkt nach dem ersten Weltkrieg. Die Protagonistin erhält einen Brief, in dem sie erfährt, dass sie die rechtmäßige Erbin eines Freizeitparks auf einer Nordseeinsel ist. Sie beschließt daher den verlassenen Ort zu erkunden und macht sich auf den Weg ihre Kindheit wieder aufleben zu lassen. Und auf diesem Weg begleiten wir sie, bzw. erkunden die Welt als sie. Besonders zu Beginn der Reise erkennt man sehr gut, dass sich die Entwickler inspirieren haben lassen und zwar von Helgoland. Vor Ort hat uns Barnes einige Bilder gezeigt und war sich kurz nicht mehr sicher, wie viele Tage es waren. Neves selbst schmunzelte etwas und stellte klar, dass es gerade mal ein Tag gewesen sei.
Gespielt wird auf einer Fläche von 2×2 Metern, auf denen man sich fortbewegt. Das Spiel gibt einem aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass man in der Bewegung eingegrenzt ist. Durch clevere Mechanismen, wie einem Labyrinth und anderen Leveln, die wir euch nicht spoilern möchten, kommt es einem vor als wenn man sich über ein großes Areal bewegt.
Eindruck



Wie man hier sieht, reicht der kleine Platz aus. Mein Begleiter hat bereits diverse VR-Spiele gespielt und seine Meinung war eindeutig: dieses Spiel ist anders und das in sehr geil.
Persönlich hatte ich auch den Spaß meines Lebens, denn durch die Bewegung und simple Steuerung durch eigene Bewegung, kam bei mir keine Motion Sickness auf. Nur an vereinzelten Stellen hatte ich kleinere Probleme, die durch Bewegung entstanden sind, diese waren aber überschaubar und überhaupt nicht schlimm. Die Story hat mich sofort gepackt und mittlerweile überlege ich tatsächlich, ob ich mir eine VR-Möglichkeit besorgen sollte.
Schaut unbedingt bei den Entwicklern vorbei.