Polaris 2025
Ein ganzer Tag auf den Beinen, schlechte Luft, kilometerlange Wege und gefühlt dreitausend andere Menschen, die genau an denselben Stand wollen wie du: Wer regelmäßig auf Großmessen unterwegs ist – egal ob Popkultur-Event, Gaming-Convention oder Fachmesse –, kennt das Phänomen. Die ersten Stunden sind voller Vorfreude, doch spätestens um 14 Uhr meldet sich der Rücken, die Füße brennen und der Akku des Smartphones neigt sich dem Ende zu.
Damit du den nächsten Messebesuch nicht nur überlebst, sondern bis zur letzten Minute genießen kannst, haben wir die wichtigsten Praxistipps aus jahrelanger Messe-Erfahrung zusammengetragen.

An der Stelle sei zu sagen, dass jede Messe individuell zu betrachten ist. Eine Gamescom hat einen vollkommen anderen Aufbau und auch Möglichkeiten als es beispielsweise die Polaris in Hamburg hat. Insgesamt passt unser Guide aber doch irgendwie auf alle.
1. Die Vorbereitung
Der häufigste Fehler passiert bereits vor der Anreise. Einfach hinfahren und schauen, was passiert. Genau das habe ich bereits häufig vor den Messen erlebt, denn die Tagestickets waren ausverkauft und verzweifelte Messebegeisterte mussten ausharren und hoffen, dass sie jemand erlöst.
- Ticket & Einlass sichern: Kaufe Tickets immer im Vorverkauf und speichere sie offline auf dem Smartphone ab (oder drucke sie zur Sicherheit aus). Für die Polaris kannst du auch dem Discord beitreten, dort verkaufen einige Besucher kurzfristig noch Tickets.
- Prioritäten setzen: Wie im Leben auch, mach dir einen Plan. Was interessiert dich am meisten? Gehe dort als Erstes hin.
- Hallenplan studieren: Mach dich vorab mit den Wegen vertraut. Wo sind die WCs, wo gibt es Ruhigzonen und wie kommst du am schnellsten von Halle A nach Halle B?
2. Die Ausrüstung
Auf der Messe gilt die goldene Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Jedes Gramm zu viel rächt sich nach sechs Stunden Fußmarsch. In den meisten Fällen kann man eine Wasserflasche mitnehmen (kein Glas!), was einem bei Wärme schon sehr hilft. Ebenfalls wichtig sind Powerbank und Snacks, um den Tag zu überstehen.
Mein persönlicher Gamechanger war ein Rucksack mit integrierten Sitz, den man immer und überall ausklappen kann. Besonders bei der Gamescom war dies für mich einfach eine Lebensveränderung, bei der Polaris war dieser für mich nicht notwendig, da es genügend Sitzmöglichkeiten gegeben hat.
3. Survival vor Ort
Essen und Trinken ist notwendig, kostet jedoch auf vielen Messen eine ganze Menge. Häufig gibt es auch gratis Produkte, wie Knabe Cola auf der Gamescom oder Gönrgy auf der Polaris, was super ist, aber nicht unbedingt die beste Wahl, um sich über den Tag zu bringen. Häufig gibt es aber Wasserstationen oder WCs mit der Möglichkeit zum auffüllen. Zwecks Essen lässt sich gut die eine oder andere Stulle mitbringen.
Pausen sind kein Luxus, sondern Pflicht. Natürlich möchte man möglichst viel sehen und machen, aber am Ende sind wir Menschen und die Messe hat noch ein paar Tage mehr. Nutzt jede Möglichkeit euch einmal ein paar Minuten auszuruhen!
Besonders hervorheben möchte ich, dass die Messen immer mehr dazu übergehen, Ruheräume anzubieten. Sprecht auf der Messe Mitarbeiter an, wenn ich einmal eine Auszeit braucht, weil euch die Geräusche und Menschenmassen überfordern. Es wird sicherlich immer eine Hilfe geben!