Impression von der gamescom 2025, Eingang Nord (c) Köln Messe
Nach dem spektakulären Auftakt der Opening Night Live am Dienstagabend haben die Kölner Messehallen ihre Tore nun auch für Hunderttausende begeisterte Gamerinnen und Gamer geöffnet. Bis zum kommenden Sonntag verwandelt sich das Messegelände in das unangefochtene Epizentrum der internationalen Videospielkultur. Und bereits nach den ersten Messestunden ist klar: Die Gamescom 2026 setzt nicht nur auf coole Shows, sondern vor allem auf spielbare Demos und Hardware-Präsentationen.
Volle Hallen
Wer in diesem Jahr durch die Hallen 6, 7, 8 und 9 spaziert, bemerkt schnell einen spürbaren Wandel in der Ausrichtung der großen Publisher. Die Ära reiner Cinematic-Teaser und kryptischer Logos scheint weitgehend überwunden zu sein – endlich. Publisher wie Xbox, Nintendo, Capcom und Ubisoft setzen verstärkt auf weitläufige Anspielstationen. Die Botschaft an die Community ist unmissverständlich: Spielt selbst!
Bereits um 09:30 Uhr kletterten die Wartezeiten an den Flaggschiff-Ständen auf über drei Stunden. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die großen Blockbuster für das anstehende Weihnachtsgeschäft sowie erste spielbare Einblicke in sehnsüchtig erwartete Rollenspiele und Action-Abenteuer für das Frühjahr 2027.
Hardware-Trend: Handhelds und immersive Peripherie
Neben der Software dominiert vor allem Halle 10 mit einer noch nie dagewesenen Dichte an Hardware-Neuerungen. Die mobile Gaming-Revolution nimmt kein Ende: Gleich mehrere namhafte Hersteller präsentieren neue Handheld-Generationen mit OLED-Panels der Spitzenklasse, effizienteren Prozessoren und modularer Ergonomie. Das Ziel ist klar abgesteckt: vollwertiges AAA-Gaming für unterwegs ohne störende Ruckler oder extreme Hitzeentwicklung.
Auch im Bereich der immersiven Peripherie gibt es spürbare Fortschritte. Haptische Westen, ultrapräzise Force-Feedback-Controller und kabellose Virtual-Reality-Headsets mit integriertem Eye-Tracking sind keine reinen Nischenprodukte mehr, sondern rücken gezielt in den Fokus des Mainstream-Gamings.
Der heimliche Star: Die Indie Arena Booth
So laut und beeindruckend das Getöse der großen Megastände in den Haupthallen auch ist – das emotionale Herzstück der Gamescom schlägt zweifelsohne in der Indie Area in Halle 10.2. Über 150 unabhängige Studios aus allen Kontinenten beweisen eindrucksvoll, dass Innovation nicht immer Budgets im dreistelligen Millionenbereich benötigt.
Vom melancholischen Pixel-Art-Adventure über taktische Rogue-likes bis hin zu anarchischen Party-Games finden Messebesucher hier die kreativen Rohdiamanten der kommenden Jahre. Das Besondere: Man steht direkt mit den Entwicklerinnen und Entwicklern im Gespräch, tauscht Feedback aus und erlebt unverfälschte Leidenschaft abseits von Marketing-Floskeln. Wer den wahren Zauber des Mediums Videospiel erleben möchte, sollte hier unbedingt einige Stunden einplanen.
Unser Fazit zum Auftakt
Die Gamescom scheint dieses Jahr wieder abzuliefern, großartig! Allerdings füllen sich die Hallen in den letzten Jahren immer mehr und das Gedrängel steigt. Man muss selbst für sich abwägen, ob dies für einen selbst passt. Für uns bleibt die Gamescom eine wunderbare Messe.


